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Südkorea verdoppelt Auswahl für staatliche Startup-Förderung von Studierenden

Das südkoreanische Ministerium für KMU und Start-ups erweitert seine Förderinitiative „Start-up für alle“ drastisch und verdoppelt das Kontingent der ersten Auswahlrunde der zweiten Phase auf 10.000 Personen.
Hintergrund
Das südkoreanische Ministerium für KMU und Start-ups (중소벤처기업부, MSS) baut seine Unterstützung für studentische und jugendliche Unternehmensgründungen aus. Mit der Regierungsplattform „Start-up für alle“ (모두의 창업, Modu-ui Changeop) verfolgt das Ministerium das Ziel, Personen mit innovativen Ideen den Weg in die Selbstständigkeit zu ebnen und finanzielle Risiken in frühen Phasen abzufedern [1].
Am 8. September 2026 besuchte das Ministerium den Jukjeon-Campus der Dankook-Universität (단국대학교) zu einer Informationsveranstaltung vor Ort. Bei diesem Anlass gab der 2. Vize-Minister Lee Byung-kwon (이병권) bekannt, dass die Zahl der Ausgewählten in der ersten Runde des zweiten Förderdurchgangs auf 10.000 Personen verdoppelt wird [1].
Das Förderprogramm unterstützt Teilnehmende dabei, rohe Ideen in tragfähige Geschäftsmodelle zu überführen. Über die staatliche Plattform erhalten angehende Gründer fachliches Mentoring und eine strukturierte Bewertung der Marktfähigkeit, um Geschäftskonzepte vor der eigentlichen Markteinführung ohne hohes Eigenkapital zu testen [1, 2].
Wichtige Kennzahlen
Die quantitativen Daten zur ersten und zweiten Projektphase stellen sich wie folgt dar [1]:
- Teilnehmende Phase 1: Rund 63.000 Personen
- Qualifizierte für Runde 2 (Phase 1): 1.100 Personen
- Erfolgsquote Runde 2 (Phase 1): Ca. 1,75 % (Berechnung: 1.100 ÷ 63.000 × 100 = 1,746 %)
- Auswahlkontingent Runde 1 (Phase 2): 10.000 Personen (Verdopplung gegenüber der Vorrunde)
- Qualifizierte für Runde 2 (Phase 2): Bislang nicht bekanntgegeben
- Budgetumfang: Bislang nicht beziffert (Ausweitung für das Folgejahr angekündigt)
Auswirkungen auf Gründer und Studierende
Studierende und Gründungsinteressierte erhalten durch die Maßnahme die Möglichkeit, ihre Geschäftsideen kostenlos auf Markttauglichkeit prüfen zu lassen und dabei das finanzielle Risiko eines Scheiterns zu minimieren [1].
Ein konkretes Fallbeispiel aus der ersten Phase ist Lee Jun-won (이준원), ein Student im vierten Studienjahr der Materialwissenschaften an der Dankook-Universität. Er qualifizierte sich für die zweite Förderrunde mit einem Projekt zur Herstellung von Biokohle-Dünger aus Reststoffen der Landwirtschaft, das er nach Beobachtung betrieblicher Hürden auf dem Hof seiner Großmutter entwickelte [1]. Für Gründungsinteressierte mit geringem Startkapital bietet das Programm die Möglichkeit, staatliche Hilfen strukturiert zu vergleichen und fachliches Feedback einzuholen [1].
Ausblick und weitere Regierungspläne
Das Ministerium für KMU und Start-ups plant, seine Campus-Tour an Universitäten in ganz Südkorea fortzusetzen, um weitere Studierende über die Fördermöglichkeiten zu informieren [1]. Die vor Ort aufgenommenen Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge sollen in zukünftige regulatorische Anpassungen einfließen.
Darüber hinaus kündigte die Regierung an, das Budget für die Initiative „Start-up für alle“ im kommenden Jahr gegenüber dem laufenden Etat zu vergrößern [1]. Vize-Minister Lee Byung-kwon betonte, dass die Regierung die Hürden für Unternehmensgründungen kontinuierlich senken und Studierenden den Einstieg erleichtern werde, ohne dass diese unverhältnismäßige finanzielle Lasten tragen müssen [1].
Quellen
- 대학의 아이디어가 창업으로2차 「모두의 창업」 단국대 현장소통 — 중소벤처기업부 보도자료
- 아이디어 — Wikipedia (ko)

